Erstellen von MCR-Verbindungen zu IBM Cloud Direct Link 2.0

Mit IBM Direct Link können Sie nahtlos private Verbindungen zwischen Ihren Vor-Ort-Ressourcen und Cloudressourcen herstellen. Direct Link Connect mit Megaport erweitert das Netzwerk im Rechenzentrum Ihres Unternehmens hin zu öffentlichen Clouds, um bessere Leistung, höheren Durchsatz und Sicherheit für IBM Cloud-Umgebungen zu bieten. Direct Link 2.0 ersetzt die ältere Direct Link 1.0 Schnittstelle, die zu einem späteren Zeitpunkt veraltet sein wird.

Für die Verbindung zu IBM über einen Direct Link Connect mit Megaport bildet der Virtual Cross Connect (VXC) die Layer 2-Komponente der Verbindung. Layer 3-BGP-Konnektivität erfolgt direkt zwischen dem Kunden und der IBM Cloud.

Zu den Vorteilen der Erstellung eines IBM Direct Link über Megaport gehören:

  • Reduzierte Latenz und erhöhte Verfügbarkeit
  • Geringere Kosten für das Senden von Daten
  • Sichere Konnektivität

Für das Einrichten von IBM Direct Link Connect mit Megaport sind folgende Schritte erforderlich:

  1. Erstellen eines IBM Direct Link-Gateway in der IBM-Konsole.
  2. Auswählen von Megaport als Direct Link Connect Partner. Sobald das Gateway erstellt ist, erhalten Sie einen Dienstschlüssel.
  3. Erstellen einer VXC von Ihrem MCR im Megaport Portal zum IBM Direct Link-Ziel Ihrer Wahl unter Verwendung des IBM Direct Link Connect-Dienstschlüssels.

Überlegungen zum Layout beim Einrichten Ihres Direct Link zu IBM Cloud:

  • Redundanz – Megaport unterstützt redundante Verbindungen. An jedem der Direct Link-Peering-Standorte hat Megaport zwei verschiedene Direct Links mit IBM Cloud eingerichtet. Im Megaport Portal sind die Ports als „Port 1“ und „Port 2“ angegeben. Für eine redundante Konfiguration sind zwei oder mehr VXCs erforderlich.

  • Lokale und globale Routing-Optionen – Die Option „Local Routing“ (Lokales Routing) ermöglicht den Zugriff auf Rechenzentren mit demselben Drei-Buchstaben-Präfix wie der Point of Presence (z. B. DAL, AMS oder MEL). Die Option „Global Routing“ (Globales Routing) ist als Add-On erforderlich, um Rechenzentren außerhalb dieser Standorte zu erreichen. Weitere Informationen zu lokalen und globalen Routing-Optionen finden Sie in der Dokumentation zu IBM Cloud.

  • Anschlussgeschwindigkeit – Die Optionen für die Portgeschwindigkeit für IBM Direct Link Connect sind 50 Mbit/s, 100 Mbit/s, 200 Mbit/s, 500 Mbit/s, 1 Gbit/s, 2 Gbit/s oder 5 Gbit/s. Details zur Preisgestaltung von IBM finden Sie unter Kosten für IBM Cloud Direct Link.

  • Megaport-fähige Direct Link 2.0 Standorte:

    • Nordamerika: Ashburn, Chicago, Dallas, San Jose
    • Europa: Amsterdam, Frankfurt, London, Paris
    • Australien: Sydney
    • Asien: Osaka, Tokio

So erstellen Sie einen IBM Direct Link Connect über Megaport

  1. Melden Sie sich an der IBM Cloud an.
  2. Wählen Sie im Hauptmenü die Option „Interconnectivity“ (Interkonnektivität) aus.
    IBM Cloud

  3. Wählen Sie im Menü „Interconnectivity“ (Interkonnektivität) die Option „Direct Link“ (Direktverbindung) aus.
    Direct Link

  4. Wählen Sie „Direct Link Connect“ aus.
    Direct Link Connect

  5. Klicken Sie auf Order Direct Link (Direct Link bestellen).
    Direct Link bestellen
  6. Geben Sie den Namen der Direktverbindung, die Ressourcengruppe und die Details der Abrechnungsoption für diese Verbindung an.
    Weitere Informationen zu diesen Optionen finden Sie in der IBM-Dokumentation.
    Direct Link-Details
  7. Geben Sie die Standortdetails für diese Verbindung an.
    Standortdetails
  8. Geben Sie die folgenden Konfigurationsdetails an:
    • Provider (Anbieter) – Wählen Sie in der Dropdown-Liste Megaport als Netzwerkanbieter aus.
    • Speed (Geschwindigkeit) – Wählen Sie eine Portgeschwindigkeit aus.
    • BGP and connections (BGP und Verbindungen) – IBM weist standardmäßig automatisch ein IP-Subnetz für die Verbindung zu.
      Konfigurationsdetails
  9. Wählen Sie den Portstandort zu IBM Cloud aus.
    Portstandort
  10. Geben Sie die BGP-ASN für das Kundengerät an.
    Die ASN ist die Nummer, die der Kunde für die Peer-Verbindung mit IBM verwendet. Verwenden Sie die Standard-Megaport-ASN (133937) für Ihren MCR.
    BGP-ASN
  11. Wählen Sie in der Dropdown-Liste „Network Connection“ (Netzwerkverbindung) die Option „Classic Infrastructure“ (Klassische Infrastruktur) oder „VPC“ aus.
    Wenn Sie eine VPC auswählen, ist eine vorab eingerichtete VPC erforderlich, die an Direct Link Connect angebunden wird. Die VPC wird separat über Ihr IBM-Portalkonto erstellt.
    Klassisch oder VPC
  12. Bestätigen Sie die Geschäftsbedingungen, und klicken Sie auf Create (Erstellen).
    Direct Link erstellen
  13. Nachdem der Direct Link erstellt wurde, kopieren Sie den Dienstschlüssel für die Verwendung im Megaport Portal, um dort einen VXC für den IBM Direct Link Connect-Peering-Standort bereitzustellen.
    Dienstschlüssel kopieren

So erstellen Sie einen VXC zu IBM Direct Link Connect

  1. Kopieren Sie den IBM Cloud Direct Link-Dienstschlüssel, und öffnen Sie das Megaport Portal, um einen VXC zum IBM Direct Link Connect-Peering-Standort bereitzustellen.

  2. Gehen Sie im Megaport Portal auf die Seite „Services“ (Dienste), und suchen Sie den MCR, um Ihren VXC anzubinden.
    Wenn Sie keinen MCR haben, erstellen Sie einen gemäß dem Verfahren unter Erstellen eines MCR.

  3. Fügen Sie eine IBM Cloud-Verbindung für den MCR hinzu.
    Wenn dies die erste Verbindung für den Port ist, klicken Sie auf die Kachel „IBM Cloud“. Die Kachel ist mit der Konfigurationsseite verknüpft. Klicken Sie alternativ auf +Connection (Neue Verbindung) und anschließend auf „IBM Cloud“.

    Verbindung hinzufügen

  4. Wählen Sie den IBM Direct Link-Standort aus, an dem der Peer mit der IBM Cloud eingerichtet wird, und klicken Sie auf Next (Weiter).
    Dieses Ziel muss mit dem in der IBM Cloud ausgewählten Peer-Standort übereinstimmen. IBM Direct Link-Standort auswählen

  5. Geben Sie die folgenden Verbindungsdetails an:

    • Connection Name (Name der Verbindung) – Geben Sie den IBM Direct Link-Dienstschlüssel (in Schritt 1 kopiert) ein.

    • Service Level Reference (Service-Level-Referenz) (optional) – Geben Sie eine eindeutige Identifikationsnummer für den VXC an, die für Abrechnungszwecke verwendet werden soll, z. B. eine Kostenstellennummer oder eine eindeutige Kunden-ID. Die Nummer der Service-Level-Referenz erscheint für jeden Dienst im Abschnitt „Product“ (Produkt) der Rechnung. Sie können dieses Feld auch für einen bestehenden Dienst bearbeiten.

    • Rate Limit (Übertragungsratenlimit) – Dies ist die Geschwindigkeit Ihrer Verbindung. Verwenden Sie die Geschwindigkeit, die Sie für den IBM Direct Link ausgewählt haben (50 Mbit/s, 100 Mbit/s, 200 Mbit/s, 500 Mbps, 1 Gbit/s, 2 Gbit/s, oder 5 Gbit/s).

      Verbindungsdetails

  6. Klicken Sie auf Next (Weiter).

So richten Sie die Peering-Verbindung zwischen dem MCR und dem IBM-Edge-Gerät ein

  1. Geben Sie im Detailfenster der MCR-Verbindung die von IBM zugewiesene Benutzer-CIDR-IP-Adresse ein.
    Benutzer-CIDR-IP-Adresse
    Sie können Ihre IP-Details vom IBM Direct Link-Gateway referenzieren, wie in folgendem Beispiel gezeigt: IP-Details
  2. Klicken Sie auf Add BGP Connection (BGP-Verbindung hinzufügen).
    BGP-Verbindung hinzufügen
  3. Geben Sie die folgenden Verbindungsdetails an:

    • Local IP (Lokale IP) –Wählen Sie in der Dropdown-Liste die IP-Adresse aus, die dem MCR von IBM zugewiesen wurde.

    • Peer IP (Peer-IP) –Geben Sie die zweite verfügbare IP-Adresse an, die von IBM zugewiesen wurde.

    • Peer ASN (Peer-ASN) –Geben Sie die von IBM zugewiesene Peer-ASN ein: 13884.

    • BGP Password – Geben Sie optional einen gemeinsamen Schlüssel zur Authentifizierung des BGP-Peers an. Die Länge des gemeinsamen Schlüssels liegt zwischen 1 und 32 Zeichen.

    • BGP State (BGP-Status) – Schaltet die Verbindung ab, ohne sie zu entfernen. Die Anfangseinstellung wird von der Einstellung am A-Ende des MCR übernommen. Das Aktivieren oder Deaktivieren des BGP-Status hat keine Auswirkungen auf bestehende BGP-Sitzungen. Der BGP-Status betrifft nur neue VXCs. Diese Einstellung überschreibt den MCR-Status für eine einzelne Verbindung.
      Details zur BGP-Verbindung

  4. Klicken Sie auf Add (Hinzufügen).

  5. Klicken Sie auf Next (Weiter).
    Es wird eine Übersichtsseite mit den monatlichen Kosten angezeigt.
    Zusammenfassung

  6. Klicken Sie auf Back (Zurück), um Änderungen vorzunehmen, oder klicken Sie auf Add VXC (VXC hinzufügen).
    Wenn Sie diese Konfiguration abgeschlossen haben, können Sie weitere VXCs konfigurieren oder den Bestellvorgang abschließen.

  7. Klicken Sie auf Order (Bestellen).
    Bestellen

  8. Klicken Sie auf Order Now (Jetzt bestellen).
    Jetzt bestellen

Als Nächstes wird IBM die Verbindung aktivieren, die IBM-Geräte konfigurieren und die Direct Link-Aktivierung auf IBM-Seite abschließen.

Der Zeitrahmen für die IBM-Freigabe liegt zwischen 24 und 48 Stunden. Wenn der SLA (Service Level Agreement) für 24 bis 48 Stunden nicht akzeptabel ist, können Sie einen IBM Support-Fall erstellen und beantragen, dass dieser an das IBM Special Network Services (SNS)-Team weitergeleitet wird. Geben Sie im Support-Fall den Dienstschlüssel an.

So überprüfen Sie die BGP-Konfiguration

  1. Wählen Sie im Megaport Portal den VXC aus.
  2. Klicken Sie auf das Zahnradsymbol neben dem VXC.
    VXC-Details
  3. Klicken Sie auf der Seite „Connection Details“ (Verbindungsdetails) auf Details.
    Die Seite „Configuration Details“ (Konfigurationsdetails) wird angezeigt.
    Service Status (Dienststatus)
    Der grüne Dienststatus zeigt an, dass der Dienst aktiv ist. 4 Klicken Sie auf Logs (Protokolle). Die Seite „Service Log“ (Dienstprotokoll) wird angezeigt.
    Seite „Service Log“ (Dienstprotokoll)
    Ein grünes Häkchen zeigt an, dass die BGP-Sitzung wie erwartet funktioniert.

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